Braugerste - Brauchen Hochleistungssorten eine bessere Produktionstechnik? |
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Die Nachfrage nach leistungsstarken Braugerstensorten, wird auf Grund der immer geringer werdenden finanziellen Spielräume im Pflanzenbau notwendiger denn je. Um das Ertragspotenzial von Hochleistungssorten voll auszunutzen, sollten die pflanzenbaulichen Maßnahmen so aufeinander abgestimmt werden, dass Ertrag und Qualität abgesichert sind. Getreidereiche Fruchtfolgen und ein aus Kostengründen knapp bemessenes Nährstoffangebot können unter ungünstigen Klimabedingungen diesem Anspruch nicht immer gerecht werden. Standortgerechte Produktion beginnt mit der entsprechenden Sorte. Die Landessortenversuche geben wichtige Hinweise, auf welche Klima- und Standortverhältnisse die Sorten passen. Nur wenige Braugersten stellen sich im Mittel der Jahre unter vielen Standort- und Klimaverhältnissen so leistungsstark und ertragstreu dar wie URSA (Abb.1). In den klimatisch unterschiedlichsten Jahren hat URSA auf den Löß-, Verwitterungs- und Löß/Verwitterungs- Übergangslagen ihre Sonderstellung bewiesen. Zu der enormen Ertragsleistung kommt eine weitere vermarktungssichernde Eigenschaft, die sehr geringe Neigung zu aufgesprungenen Körnern, hinzu. Stückkosten und Deckungsbeitrag Genetisches Potenzial ausreizen Offene Fragen bei der Düngung Die benötigten Nährstoffmengen sind aus Tab. 2 zu berechnen. In ungünstigen klimatischen Regionen sollte man ab der Versorgungsstufe C mindestens Entzug Korn + Stroh zur Düngung ansetzen. Kalium steht mengenmäßig bei der Nährstoffversorgung an erster Stelle. Es steuert wichtige Stoffwechselvorgänge in der Pflanze und sichert die Qualität. Eine gute Kaliversorgung sorgt u.a. für eine feine Spelze und reduziert Spelzenanteil und Kornverletzungen bzw. Anomalien (besser geschlossene feine Spelzen). Bei der Mikronährstoffversorgung sollte vor allem Mangan in der Jugendphase im Auge behalten werden, da dieser Nährstoff besonders bei der Nitratreduktase in der Enzymsteuerung aktiv wird. So ist es nicht überraschend, dass Mn-Mangel bei Braugerste oft höhere Rohprotein-Gehalte nach sich zieht. Hans Koch, |