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Die Texte, die Sie in unserem Archiv finden, wurden in den Vorjahren verfasst, sind also hinsichtlich ihres Erstelldatums nicht mehr brandaktuell. Viele Texte haben aber nichts an Fachaktualität verloren.

Bei einigen Beiträgen werden jedoch zum Beispiel Sorten, Ausprägungen oder Preise genannt, die nicht mehr den heutigen Marktbedingungen entsprechen. Wir bitten Sie, dies besonders dann zu berücksichtigen, wenn Sie die Informationen weiterverwenden möchten.

Winterbraugerste richtig düngen!

  21.12.2007   Versenden | Druckversion


Optimale Braugerstenqualität erzeugen
Düngeempfehlung am Beispiel MALWINTA – weniger ist mehr.

Die Brauqualität ist entscheidend! Das größte Risiko für eine ausreichende Qualität ist ein zu hoher Rohproteingehalt. Das Ziel ist weniger als 11,5 %!

Gesamt N-Bedarf:
Um das höchstmögliche Ertragspotenzial mit niedrigem Eiweißgehalt zu erreichen, sind nur 100 kg N erforderlich. Das bedeutet einen um 40-60 kg geringeren Gesamt-N-Bedarf gegenüber der Produktion von Futtergerste.

Auf die N-Verteilung kommt es an!
Die Düngungsstrategie sollte so ausgerichtet sein, dass die Bestockung und Triebentwicklung gefördert werden: Optimal sind bei MALWINTA 850-950 Triebe/m2). Ein zu dichter Bestand erhöht das Lagerrisiko und mindert die Kornqualität. Malwinta ist standfest, daher ist bei der angegebenen Bestandesdichte und Düngungsstrategie kein Wachstumsregler notwendig. Malwinta erreicht auch den von den Mälzereien geforderten Vollgersteanteil von mindestens 90 % problemlos.

Vorsicht bei Trockenheit im Frühjahr!
Keine Spätdüngung durchführen. Durch Trockenheit leidet in erster Linie der Kornertrag. Was bei der Futtergerste noch ein paar Doppelzentner retten kann, wäre bei der Braugerste kontraproduktiv, da durch die Spätgabe in erster Linie der Rohproteingehalt erhöht wird.

 

Dr. Lászlo Cselenyi




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