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Nordsaat heizt ab sofort mit Biomasse

  09.01.2007   Versenden | Druckversion


Die Nordsaat Saatzuchtgesellschaft wird an ihrem Standort Böhnshausen (Sachsen Anhalt) zukünftig 80 % ihres Wärmebedarfes über eine Biomasseheizung decken. Die Einweihung der Anlage bot Gelegenheit, mit der Ministerin für Landwirtschaft und Umwelt, Petra Wernicke, nicht nur über Bioenergie zu sprechen.

Die stark gestiegenen Gaspreise waren der Auslöser für den Bau der hochmodernen 600 kW-Anlage*, die ausschließlich mit Mindergetreide aus der Getreidereinigung betrieben wird: zu kleine Körner, Spelzen, Bruchkorn, schadhafte bzw. kranke Körner etc. Also nichts, was als Brot- oder Saatgetreide Verwendung finden könnte.

Bis zu 350 Tonnen pro Jahr, mit denen immerhin 80 % des Wärmebedarfes für ein Gewächshaus (1.000 m2), ein Wohnhaus (390 m2), ein Verwaltungsgebäude (350m2), das Saatzuchtgebäude (700 m2), eine nahegelegene Berufsschule und diverse Belüftungsvorrichtungen gedeckt werden kann. Ein Energiebedarf von 1,04 Mio. kW/h im Jahr!

"Wir wollen die Wende in der Energiepolitik aktiv mitgestalten und unsere Erfahrungen einbringen. Außerdem setzen wir mit der Biomasseheizung ein Signal in Richtung Politik", kommentiert Geschäftsführer Wolf von Rhade. "Die Reinigungsabgänge aus Rohware/Saatgut betragen bundesweit ca. 200.000t das entspricht einem Heizwert von ca. 80 Mio. Liter Öl." Daher wurde zur Einweihung auch die Landwirtschafts- und Umweltministerin von Sachsen-Anhalt, Petra Wernicke, geladen. Und diese hatte auch genug Zeit mitgebracht, so dass neben der Energiepolitik auch andere brennende Themen wie die Nachbauproblematik und die Forderung der Züchter nach klaren GVO-Schwellenwerten intensiv diskutiert werden konnten.

* Nähere Informationen über die Biomasseanlage erhalten Sie bei der Firma Lange & Typky, Holzberg 17 in 38350 Helmstedt



 

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Geschäftsführer Wolf von Rhade (l) und Prokurist Guido R. Pinno im Gespräch mit Land- und Umweltministerin Petra Wernicke.


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