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Bei einigen Beiträgen werden jedoch zum Beispiel Sorten, Ausprägungen oder Preise genannt, die nicht mehr den heutigen Marktbedingungen entsprechen. Wir bitten Sie, dies besonders dann zu berücksichtigen, wenn Sie die Informationen weiterverwenden möchten.

KNV - Könner Nutzen Vorteile! Teil 2

  19.10.2004   Versenden | Druckversion


Doppelter Nutzen gefragt
Wilhelm Schute jun., Milchviehhalter und Körnermaisanbauer im Kreis Cloppenburg  

Die Sortenvielfalt in Deutschland ist mittlerweile sehr groß und unüberschaubar. Wie beurteilen Sie das KNV-Beratungskonzept der SAATEN-UNION für die Sortenfindung?
Für meinen Betrieb benötige ich sowohl eine Sorte, mit der ich meine Milchkühe erfolgreich füttern kann, als auch eine standfeste Körnermaissorte. Zum Zeitpunkt der Maisaussaat weiß ich nicht immer, welche Fläche für welche Nutzung in Frage kommt. Auch kommt es vor, dass Betriebe aus der Region noch Mais ab Feld für CCM oder ihre Biogasanlagen zukaufen. Schon deshalb ist die Doppelnutzung einer Sorte für mich sehr wichtig. Der KNV-Leitfaden gibt mir Orientierung, welche Sorten in Frage kommen. Man merkt, dass da eine Menge Know-how dahinter steckt.

Nach welchen KNV-Kriterien suchen Sie eine Maissorte aus?
Standortangepasste Sortenwahl ist für den Betriebserfolg sehr wichtig. Auf meinen unterschiedlichen Böden brauche ich zum einem eine Sorte, die auf leichten Standorten nicht enttäuscht, wenn das Wasser mal knapp wird. Zum anderen habe ich auch eine anmoorige Fläche, dort ist eine zügige Jugendentwicklung gekoppelt mit früher Abreife gefordert. Dazu kommt der Fütterungsaspekt. Da ich für meine Kühe maisbetonte Rationen einsetze, brauche ich eine Maissorte mit einer hohen Zellwandverdaulichkeit. Als Körnermais muss die Sorte eine exzellente Standfestigkeit haben und die Drusch- und Rebbeleigenschaften müssen sehr gut sein. Mit dem KNV-Leitfaden habe ich für mich die richtige Sorte gefunden: ANJOU 219 wird meinen vielfältigen Ansprüchen einfach am Besten gerecht.

Das Gespräch führte Winfried Meyer-Coors, KNV-Experte Nordwest-Niedersachsen

"Endlich macht sich ein Züchter Gedanken über die Verwertung!“
Volker Peters, Milchviehhalter in Lintig Landkreis Cuxhaven                 

Herr Peters, Sie legen Mais im Lohn für Ihre Berufskollegen, dadurch kommen Sie viel rum. Was zählt bei Ihnen im „Nassen Dreieck“ für die Sortenwahl?
Da wir schon seit etlichen Jahren einen Streifenanbau mit Sorten der SAATEN-UNION anlegen, kann ich als Praktiker genau sehen, welche Sorten für meinen Betrieb in Frage kommen. Ich beurteile die Jugendentwicklung, die Kolbenentwicklung und den Gesamttrockenmasseertrag. Zur endgültigen Sortenwahl nehme ich dann noch die LSV-Ergebnisse hinzu. Doch auch ältere Sorten wie Magister sind seit Jahren fest in der Anbauplanung. MAGISTER ist „Erfahrungswert und Kunststück zugleich“.

Welche Anforderungen stellen Sie an eine Maissorte?
Die betriebliche Situation ist entscheidend für die Sortenwahl. Auf den feuchten Standorten baue ich frühe Maissorten wie RAVENNA und ANJOU 219 an, damit im Herbst die Flächen wieder früh frei sind. Das Risiko einer „Schlammschlacht“ bei der Ernte gehe ich nicht ein. Auf den leichteren Standorten stelle ich die späteren Sorten wie z.B. Magister und CABERNET. Diese nutze ich als LKS.

Wie beurteilen Sie das KNV-Beratungskonzept, nachdem Sie ja im Frühjahr 2004 schon Ihre Sortenwahl danach ausgerichtet haben?
Ich finde es sehr gut, denn mit wenigen Schritten erhalte ich eine für meine Fütterungssituation passende Sortenempfehlung. Endlich macht sich mal ein Pflanzenzüchter Gedanken über die Nutzung und Verwertung des Maises auf den landwirtschaftlichen Betrieben.
Die Einteilung der Sorten nach der Zellwandverdaulichkeit war für mich der ausschlaggebende Punkt. Vorher habe ich mir nie richtig Gedanken über die Zellwandverdaulichkeit gemacht. Nachdem ich darüber nachgedacht hatte, war es ganz logisch. Das Sortenrad ist ein nützliches Instrument. Ich schaue mir meine Klimaregion an. Die Anzahl der empfohlenen Sorten wird dadurch schon stark eingeschränkt. So finde ich schneller zur Sorte.

Haben Sie einen speziellen Sortentipp für 2005?
Da ich auf Grund des hohen Grasanteils in der Ration Maissorten mit hohen Energiedichten und Stärkegehalten benötige, habe ich in diesem Jahr auch RAVENNA im Anbau. Der hohe Stärkegehalt hat mir in den vergangenen Jahren immer wieder imponiert. Für die Aussaat 2005 habe ich mir die Sorte TANGO notiert. Hier gefällt mir die hohe Verdaulichkeit. Das ist ein Muss für meine Hochleistungsherde mit 8.600 l Herdendurchschnitt.

Das Gespräch führte Winfried Meyer-Coors, KNV-Experte Nordwest-Niedersachsen

„Klasse statt Masse“
Heribert Peters, Ausbildungsbetrieb, Herdbuchzüchter, Erkelenz Lövenich

Herr Peters, wo liegen die Schwerpunkte bei der Milchviehfütterung in Ihrem Betrieb?
Bei unseren hohen Milchleistungen lege ich besonders Wert auf energiereiche und stärkebetonte Silomaissorten. Dies ist wichtig, da wir ca. 50 % Silomais in der Ration haben. Es sollte möglich sein, eine Maissilage mit einem Energiegehalt von 6,8 – 6,9 MJ zu produzieren. Da wir einen holländischen Futtermittelberater haben, kommen noch andere wichtige Punkte bei der Wahl unserer Silomaissorten hinzu: Wir achten auch auf die Restpflanzen- bzw. Zellwandverdaulichkeit. Denn es nützt nichts, wenn wir große Mengen von Silomais durch unsere Kühe schleusen und die Kühe können die Energie nicht aufschließen.

Sie hatten 2004 einige Versuchssorten auf Ihrem Betrieb. Welche Sorte aus dem Sortiment der SAATEN-UNION könnte Ihre geforderten Kriterien erfüllen?
Für meinen Betrieb wird die Sorte TANGO eine Alternative zu den am Markt befindlichen Sorten sein. Besonders interessant sind für mich auch die 3 Wochen Ernteflexibilität von TANGO, da bei mir die Mais- und Grasernte als Hauptfrucht stets zusammenfallen. Auf TANGO gekommen bin ich durch Ihr KNV- Beratungssystem. Damit treffen Sie übrigens den Nagel auf den Kopf: „Klasse statt Masse“.

Das Gespräch führte Albert Spieß, KNV-Experte Rheinland

 

 

pn 4/04 Schute
Wilhelm Schute jun., Milchviehhalter und Körnermaisanbauer im Kreis Cloppenburg

pn 4/04 Peters 2
Volker Peters, Milchviehalter in Linting, Landkreis Cuxhaven

pn 4/04 Peters 1
Heribert Peters, Ausbildungsbetrieb, Herdbuchzüchter, Erkelenz Lövenich


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