Anbaumanagement für optimale Silagequalitäten |
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Die Anforderungen an Maissilage sind je nach Nutzungsrichtung für die jeweilige Klimaregion sehr unterschiedlich. Insbesondere bei der Bullenmast und bei der grassilagebetonten Milchviehration muss besonders auf den Stärkegehalt geachtet werden. Über ein entsprechendes Anbaumanagement (Aussaattermin, Erntetermin, Bestandesdichte, Erntetechnik) kann man diesen deutlich verbessern. Franz Unterforsthuber interpretiert die Ergebnisse der produktionstechnischen Versuche der SAATEN-UNION. Die Saaten-Union untersucht seit vielen Jahren die Einflüsse der Produktionstechnik auf Ertrag und Qualität. Dabei wurden in den letzten 3 Jahren jeweils 8 Sorten mit 2 Aussaat- und Ernteterminen und 3 Bestandesdichten geprüft. Wie lässt sich der Stärkegehalt in der Silage steigern? Saattermin - Frühe Saattermine sind eine wesentliche Voraussetzung für hohe Stärkegehalte, auch wenn unter guten Wachstumsbedingungen (Temperatursumme, Wasserversorgung) wie 2002 eine verspätete Aussaat teilweise kompensiert werden kann. Bei Notreife wie 2003 ist der Entwicklungsvorsprung der Frühsaat jedoch nicht mehr auszugleichen. Erntetermin - Die Stärkeeinlagerung bestimmt den TS-Gehalt zur Ernte. Bei einigen Sorten findet auch bei 40 % TS in der Gesamtpflanze noch ein weiterer Zuwachs an Stärke statt. Diese sollten daher etwas später Siliert werden, 34 bis max. 38% stellen im Hinblick auf Silierbarkeit einen vernünftigen Kompromiss dar. Entsprechende Sorten sind für mittlere bis günstigere Lagen die Sorten ASTOR In den weniger günstigen Lagen gilt dies v.a. für ANJOU 219 hingegen lagert von allen Sorten die Stärke am schnellsten ein, passt in ungünstige Anbaulagen und kann bereits mit 30 - 33% TS gehäckselt werden. Ähnliches ist mit späterer Reife für ASKAN Für APOSTROF 32 - 35 % angestrebt werden. Bestandesdichte - Interessanterweise kann in den Versuchen durch eine Reduzierung der Bestandesdichte kaum Verbesserung der Stärkegehaltes erreicht werden (Abb.3). 2003 trat sogar der gegenteilige Effekt ein. Anscheinend waren die Bedingungen für die Kolbenanlage noch gut. Die anschließende Trockenheit begrenzte den Massenzuwachs der Restpflanze, den eine höhere Pflanzenzahl normalerweise mit sich bringt, stärker als die Ausbildung der Kornzahl. Wie auch im Vorjahr ergibt sich die Verbesserung der Energiedichte bei niedriger Bestandesdichte durch deutlich höhere Zuckergehalte in der Restpflanze. (Abb.3) In günstigen Lagen bringen höhere Bestandesdichten mehr Geringere Bestandesdichten (ca. 7-8 Pfl./m²) sind ausreichend für Magister, Effekt und Profistar. Die Sorten Tango, Askan, Ravenna und Anjou 219 sollten etwas dichter (ca. 10 Pf./m²) gesät werden. Die Mehrzahl der Sorten - so auch Atfields, Astor, Attribut, Cabernet und Apostrof - sind mit 9 Pfl./m² unter den geprüften Standortgegebenheiten zu empfehlen. Bei Spätsaaten und auf Trockenstandorten sollte auf jeden Fall um eine halbe Pflanze dünner gesät werden. Das Anbaumanagement beeinflusst die Silagequalitäten deutlich stärker als die Erträge. Voraussetzung für hohe Qualitätsansprüche sind vor allem frühe Aussaattermine. Die Jahresunterschiede deuten darauf hin, dass bei zunehmender Wärmesumme (günstigere Lagen) mit höherer Bestandesdichte die besseren Erträge erzielt werden, ohne dass die Qualität leidet (Abb.4). In klimatisch weniger günstigen Regionen sollte die Aussaatstärke etwas reduziert werden. Von einem qualitätsverbessernden Effekt durch Reduzierung der Bestandesdichte kann nach diesen Ergebnissen nicht generell gesprochen werden, jahresbedingte Einflüsse treten wesentlich stärker in Erscheinung. Franz Unterforsthuber, Fachberatung Süd- und Ostbayern 1) Die Begriffe "früh" und "spät" beziehen sich in diesem Zusammenhang auf den Gesamt-TS-Gehalt |