Fütterungsversuch: Welcher Mais bringt mehr Milch? |
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In einem 2- jährigem, französischen Gemeinschaftsprojekt von Züchtern, Beratern und Wissenschaft wurde die Auswirkung der Verfütterung von Maissilagen unterschiedlicher Verdaulichkeit bei Milchkühen in der Nachlaktationsphase untersucht. In praxisnah 2/2002 stellten wir Ihnen dieses Projekt vor, die nunmehr vorliegenden zusammenfassenden Ergebnisse bestätigen die bereits erkannte Trends. Unterschiedliche Stärkeformen im Versuch Zwei Versuche wurde über jeweils 10 Wochen mit 3 Herden der Rasse Prim""Holstein, in der Nachlaktationsphase durchgeführt. Die Ration der Tiere bestand aus Maissilage jeweils einer der Versuchssorten und einem Ergänzungsfutter. Beim Versuch 1 (3x11 Kühe) wurde aufgrund zu später Ernte und Trockenstress Maissilagen mit über 35 % TS verfüttert. Beim Versuch 2 (3x18 Kühe) wurden Maissilagen wie angestrebt mit 35 % TS verfüttert. Die Rationen von den Sorten T1, H1 und H2 beim 1. und 2. Versuch bestanden aus unterschiedlichen Bestandteilen, um die Proteingehalte (89 g Eiweiß/kg TM) und Mineralstoffgehalte anzugleichen. Im Energiegehalt sind die Rationen aufgrund der unterschiedlichen Sortenverdaulichkeit nicht gleich. In beiden Versuchen wurde den Rationen 20-22 % Kraftfutter zugesetzt. Die komplette Mischration wurde den Tieren 1 mal pro Tag über individuelle Futterboxen vorgelegt. Die aufgenommenen Futtermengen und die Milchmengen wurden täglich , der Fettgehalt und der Eiweißgehalt 2 mal wöchentlich erfasst. Das Lebendgewicht wurde zu Versuchsbeginn, in der Mitte und am Ende des Versuchs aufgezeichnet. Großer Einfluss des Erntezeitpunktes Trotz vergleichbarer Energiewerte sind Futteraufnahme und Milchleistung bei H2 höher als bei H1. Diese Rangfolge gilt auch beim Versuch 1 mit höherem TS-Gehalt. Gegenüber T1 hat H2 in beiden Versuchen eine höhere Futteraufnahme, produziert mehr Milch und bringt in Versuch 2 auch einen um 0,3 % höheren Eiweißgehalt. Eine Erklärung für diese erhöhten Leistungen ist für französische Experten der starke Hartmaischarakter des Maiskorns der Sorte H2, der veränderte Abbauprozesse im Pansen mit sich bringt. Eine weitere Erklärung der Leistungsunterschiede kann die unterschiedliche Schmackhaftigkeitder Silage liegen oder auch das unterschiedliche Häckselverhalten der Hartmaissorte H2 sein. Ph. BRUNSCHWIG, Nationales Institut für Viehzucht, Angers, Frankreich, et al.* Fazit *Barrière Y., Hazard L., Emile J.-C., Ghesquière M., Julier B., Mousset C., Hebert Y., Renc. Rech. Ruminants 1997. 4, 125-132. (1)Nationales Institut für Viehzucht, 9 rue André Brouard, BP 70510, 49105 ANGERS Cedex 02 (2)LWK der Region Maine-et-Loire, 14 avenue Jean Joxé, BP 646, 49006 ANGERS Cedex 01 (3) Maïs Angevin-Nickerson, BP 36, 49250 ST MATHURIN (4) Limagrain Génétics, BP 1, 63720 CHAPPES (6) AGPM Technique, rue Frère Gagne, BP 463, 60021 BEAUVAIS Cedex DMO = Verdaulichkeit Gesamtpflanze, DINAG = franz. Kenngröße für die Verdaulichkeit der Restpflanzenbestandteile , insbesondere der Zellwände. |