Getreidepreise
Nach den flächendeckenden Niederschlägen in Nord- und Nordostdeutschland hoffen die Händler jetzt darauf, dass keine weiteren Schäden an den Beständen entstehen. Dennoch bereitet sich unter den Erzeugern weiterhin die Sorge aus, dass die Erntemenge 2007 durch den Gelbverzwergungsvirus um etwa fünf Prozent bis zehn Prozent niedriger ausfallen könnte.
Neben der Gerste wird jetzt noch beim Weizen in einigen Regionen ein verstärktes Auftreten beobachtet. An Warenterminbörse Matif notierte der November-Termin bei 155,25 Euro/t, 6,5 Euro/t höher als in der Vorwoche. Momentan sind die Kurse weiter steigend. Damit zeigt sich, dass hiesiges Getreide ähnlich wie seit Jahrzehnten bereits in den USA bestehen, ein zunehmender Wettermarkt ist und dass spekulative Einflüsse die hiesigen Erzeugerpreise immer stärker und schneller beeinträchtigen, meinte ein Hamburger Händler.
Bei weiterhin großem Interesse an BLE-Getreide sind die Bestände in Deutschland bald geräumt.
Rapspreise schwächer
Die Stimmung an den Rapsmärkten bleibt auch in dieser Woche weiter freundlich. Der Rapsmarkt profitiert derzeit von den relativ festen Soja- und Palmölnotierungen.
„Besonders das Palmöl erreicht täglich neue Höchstpreise der Saison“, meinte ein Hamburger Händler. Niedrigere Ernteerwartungen in China stehen einer ausgeweiteten Anbaufläche für Rapssaaten in Kanada gegenüber. Die Kaufideen für Rapssaaten bewegen sich in diesen Tagen in einer engen Bandbreite und liegen bei etwa 264,- Euro/t franko Hamburg für den Liefertermin ex Ernte 2007. Der freundlichen Stimmung an den Märkten für Pflanzenöle stehen ebenfalls feste Kurse für Proteinfuttermittel und hier für Rapsschrot gegenüber.
Preise für Sojaschrot stabil
Die Preise für Sojaschrot am Hamburger Markt zogen an . Die Kurse liegen derzeit um die 199 €/t frei LKW Hamburg.
|
Jun. 07
|
Juni-Okt. 07
|
Nov 07 - Apr. 08
|
Sojaschrot 44/45 %
|
199.00
|
206.00
|
206.00
|
Tendenz: Preise bewegen sich weiterhin in einer engen Bandbreite
|