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Die Texte, die Sie in unserem Archiv finden, wurden in den Vorjahren verfasst, sind also hinsichtlich ihres Erstelldatums nicht mehr brandaktuell. Viele Texte haben aber nichts an Fachaktualität verloren.

Bei einigen Beiträgen werden jedoch zum Beispiel Sorten, Ausprägungen oder Preise genannt, die nicht mehr den heutigen Marktbedingungen entsprechen. Wir bitten Sie, dies besonders dann zu berücksichtigen, wenn Sie die Informationen weiterverwenden möchten.

Marktbericht 22.11.2006

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Die Tendenz wird wöchentlich jeweils am Mittwoch auf den neuesten Stand aktualisiert.

Getreidepreise

Eine Entspannung der Versorgungslage auf den Getreidemärkten ist derzeit nicht in Sicht. Die Nachfrage tendierte in den letzten Tagen aber sehr ruhig. Der Markt zeigte sich überrascht über die niedrigen Zuschlagspreise bei der Freigabe on Interventionsgetreide für den Binnenmarkt. Im Exportsektor kommt es neben der Abwicklung von bereits vorhandenen Kontrakten kaum zu erneuten Verkäufen in verschiedene Drittländer. Die Handelsunternehmen verschiffen dabei einen Großteil ihres eigenen im Besitz befindlichen Weizens. Die Kaufideen in der Landwirtschaft wurden in den zurückliegenden Tagen in Sachsen und Thüringen leicht angehoben. Auch in Sachsen-Anhalt kam es zu leicht festeren Kursen. Die Preisspitze von Anfang November wird in der Landwirtschaft allerdings nicht mehr ganz erreicht. Die Stimmung bleibt aber freundlich. Einige landwirtschaftliche Großbetriebe zeigen jetzt Verkaufsinteresse für Weizen der neuen Ernte 2007. Die Erzeugerpreise orientieren sich dabei an den Notierungen der Warenterminbörse Matif in Paris. Die Kaufideen für A-Aufmischweizen liegen bei 156 €/t franko Rostock für den Liefertermin Dezember. Beim B-Brotweizen werden am Hamburger Markt Preise etwa 150 €/t bis 151€/t bezahlt. Die Notierungen für Gerste konnten sich erneut befestigen. Zuletzt haben sich insbesondere für Gerste die Exportmöglichkeiten deutlich verbessert. Die Kaufideen für Gerste sind auf 145 €/t bis 149 €/t franko Hamburg für den Liefertermin Dezember gestiegen.

Rapspreise fester

Die Preise für Rapssaaten konnten sich zum Anfang der Woche befestigen. Der stabile Markt für Rapsschrot und deutliche anziehende Kurse für das Palmöl bringt den Markt eine gute Unterstützung. „Die Ölmühlen halten sich beim Kauf von Rapssaaten derzeit spürbar zurück, da die Besteuerung der biogenen Kraftstoffe der gesamten Branche einen erheblichen Dämpfer verpasst hat“, meinte ein Hamburger Händler. Der Markt für Rapssaaten, Biodiesel und pflanzliche Öle bleibt von fallenden Margen in der Produktion von Biodiesel und bei der Verarbeitung von Rapssaaten gekennzeichnet. Für die Rapssaaten für die Lieferung im Mai 2007 werden derzeit am Hamburger Markt Preise von etwa 279 €/t franko bezahlt. Für den Liefertermin November 2007 sind für Rapssaaten der kommenden Ernte Kaufideen von 272 €/t franko Hamburg im Gespräch. Nicht wenige internationale Händler halten die derzeitigen Kurse angesichts der unsicheren Lage für attraktiv und empfehlen daher, sich von Ware zu trennen.

Preise für Sojaschrot stabil

Die Notierungen für Sojaschrot zogen an. Am Hamburger Markt liegen die Kaufideen für Lieferungen im November bei 190 €/t fob. Ein festerer US-Dollar sowie nur leicht nachgebende Kurse an der Börse in Chicago stützen das aktuelle Preisniveau.

  Nov. 06 Dez. 06 Nov. 06-Apr. 07  Mai 06 - Okt. 07
Sojaschrot 44/45 %   190.00 190.00 190.00 188.00

Tendenz: Preise bewegen sich weiterhin in einer engen Bandbreite




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