Perspektiven in Landwirtschaft und mittelständischer Pflanzenzüchtung - Wohin weht der Wind? |
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"Legen Sie Ihre Prämiengelder in den Küchenschrank und kalkulieren Ihre Landwirtschaft ganz neu", dieses Zitat von Werner Hilse, dem Präsidenten des Niedersächsischen Landvolkverbandes, zeigt sehr deutlich, dass sich Landwirtschaft zu Beginn des Jahres 2004 mit neuen Rahmenbedingungen auseinandersetzen muss: Dazu gehört neben der internationalen Handelspolitik die Agrarpolitik von EU, Bund und Ländern und neue Aspekte, wie Modulation und Entkoppelung. Das alles sind nicht wirklich neue Herausforderungen für die Landwirte. Allerdings hat sich die Betonung und das Gewicht der einzelnen Einflussfaktoren verändert. Dies gilt beispielsweise für verstärkte Auflagen im Bereich Tier-, Natur- und Bodenschutz oder aber die Auswirkungen der EU-Osterweiterung zum 1. Mai 2004. Die neuen Rahmenbedingungen haben auch verstärkten Einfluss auf den Strukturwandel und auf die Verlagerung der landwirtschaftlichen Produktion auf kostengünstige Standorte. So wird nach jüngsten Untersuchungen von Prof. Franz Mühlbauer der Fachhochschule Weihenstephan die durchschnittliche Betriebsgröße der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe in Deutschland im Jahre 2015 bei 300 ha liegen. Die Betriebsstrukturen in den Neuen Bundesländern verschaffen den Betrieben eine hervorgehobene Position im Wettbewerb. Unter den aufgezeigten Rahmenbedingungen gibt es auch einzelne Marktsegmente, die von der Politik stark subventioniert werden, wie z.B. der Ökolandbau. Es bleibt abzuwarten, welche Entwicklung der Ökolandbau nehmen wird. Eine Einschaltung der Politik in die Preisgestaltung ist jedoch grundsätzlich abzulehnen. Eine klare Zukunftsperspektive für die Landwirtschaft ist die marktorientierte Produktion, Stichworte sind hier: Rückverfolgbarkeit, Haftung und politisch forcierter Verbraucherschutz. Hier spielt das Saatgut als Betriebsmittel der ersten Stunde eine besondere Rolle. Die gesamte Saatgutwirtschaft muss die Verpflichtung ernst nehmen, die Produktqualität bei zertifiziertem Saatgut weiter zu verbessern. Hier gibt es sicherlich noch einiges zu tun. Die SAATEN-UNION wird neue Impulse für ein „Qualitätsmanagementsystem Zertifiziertes Saatgut Getreide“ auf den Weg bringen! Die Perspektiven der Landwirtschaft meteorologisch zusammengefasst: 1. Züchterisch-technischer Fortschritt 2. Internationalität-Züchtung im internationalen Maßstab 3. Biotechnologie und Gentechnik Das alles sind Fragen, die außerordentlich schwierig zu beantworten sind. Die SAATEN-UNION blickt gemeinsam mit ihren 7 Gesellschaftern mit Zuversicht in die Zukunft, getreu ihres Mottos "Züchtung ist Zukunft". Die SAATEN-UNION verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Pflanzenzüchtung, hat züchterische Meilensteine gesetzt und setzt auf ihr Konzept einer Kombination von klassischer Pflanzenzüchtung und modernen Verfahren der Biotechnologie. SAATEN-UNION verfügt über ein breites Sortiment, hierzu gehören auch kleine Kulturarten, die von anderen Züchtern schon lange aufgegeben wurden. Ihre Stärke liegt darüber hinaus in der mittelständisch geprägten Pflanzenzüchtung mit Kunden-, Markt- und Produkt-orientierung und mit Praxisnähe. Die Perspektiven der Züchtung meteorologisch zusammengefasst: Dr. Hans-Friedrich Finck, Geschäftsführung SAATEN-UNION GmbH |