Sorghum 2007 - himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt? |
01.11.2007 | Versenden | Druckversion | |
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Ein Auf und Ab von Erfolg und Misserfolg – ist das die Zusammenfassung des Sorghumanbaus 2007? Zum Redaktionsschluss dieser praxisnah-Ausgabe stand die Sorghum zwar noch auf dem Halm, so dass es für präzise Ertragsvergleiche noch zu früh war. Rückblickend auf die Saison lassen sich dennoch einige Erfahrungen zusammenfassen. Nach dem trockenen und warmen Frühjahr entschlossen sich viele Landwirte/innen, die besonders auf leichten Standorten arg gebeutelten Getreidebestände als GPS zu nutzen. Die gute Maisentwicklung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Auf diesen Schlägen wurde dann häufig das erste Mal Sorghum angebaut. Ganz Deutschland entwickelte sich zu einem „Sorghum-Versuchsfeld“. Auf mittleren bis leichten warmen Standorten wuchs bei Sorghum ein Bestand auf, der im Biomasseertrag durchaus mit Mais vergleichbar ist. Dies gilt allerdings nur für frühe Aussaaten nach Wintergersten-GPS auf geeigneten Standorten. Der richtige Standort entscheidet
2007 war ein Lehrjahr
Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt: 2007 war für Sorghum-Anbauer ein echtes „Lehrjahr“, auch wenn man es aufgrund der außergewöhnlichen Sommertemperaturen keinesfalls überbewerten sollte. Für Einige ist jetzt schon klar, dass diese Kultur eine echte Alternative werden kann, für Andere gilt schon jetzt das genaue Gegenteil. In der Vielzahl der Fälle aber wird das Ergebnis erst nach der Ernte feststehen. Zur Beurteilung der relativen Vorzüglichkeit von Sorghum wird in der nächsten praxisnah auf den Aussaattermin, die Bodenbearbeitung, die Unkrautbekämpfung und natürlich auf die Ernte eingegangen.
Dr. Heinrich Wortmann |